Das Geschenk der Weisen

Cover: arsEdition
Cover: arsEdition

Immer wieder fällt mir zu Weihnachten die Geschichte dieser Frau ein die sich ihr Haar abschneiden ließ, um von dem Geld, das sie für ihr edles Haar bekam, ihrem Mann eine goldene Uhrenkette zu kaufen. Ihr Mann hatte sich ebenso eine Überraschung für sie ausgedacht. Er wollte sie mit zwei edlen Haarkämmen beschenken und verkaufte dafür seine Uhr. Es waren sehr arme Zeiten. Zum einen war es ein sehr trauriges Weihnachtsfest, denn keiner von beiden konnte etwas mit seinem Geschenk anfangen, wenn es auch von großer Liebe geprägt war. Es deutet zart und subtil an, dass das Geschenk nicht das Wichtigste ist, sondern die Geste alleine zählt, also das, was hinter dem Geschenk seht.

Ich hatte die Geschichte von Della und Jim seinerzeit im Radio gehört und sie hat mich über all die Jahre nie losgelassen. Leider konnte ich mich nicht mehr an den Buchtitel erinnern. Bis gestern, als Keith der Stein davon berichtete, dass es sich um das Buch „Das Geschenk der Weisen“ von O. Henry handelt. War ich so glücklich endlich dieses Buch wiedergefunden zu haben!

Ich fand heraus, dass O. Henry, der eigentlich William Sydney Porter hieß,  1862 in North Carolina, USA, geboren wurde. Er saß wegen Unterschlagung mehrere Jahre im Gefängnis, wo viele seiner Geschichten entstanden. Später gehörte er zu den bestbezahlten Schriftstellern der USA und wurde sehr berühmt.

Nach all meinem neuen Wissen, führte mich mein direkter Weg in die Buchhandlung von Kloster Eibingen, wo ich in der Weihnachtszeit gerne etwas stöbere und ich fragte die Kassiererin nach dem Weihnachtsbuch von der Frau, die sich die Haare abschneiden ließ und dem Mann, der seine Uhr verkaufte. Ich hatte mir den Titel nicht notiert. Sie wusste sofort, welches Buch ich meinte und legte mir eine Neuauflage aus dem #arsEdison Verlag vor. Nacherzählt von Gisela Stottele und wunderbaren Zeichnungen von Anette Bley.

Jetzt steht es in meinem Schätze-Regal neben Melwins Stern, Ein Weihnachtsgeschenk für Walter, Der Wundersamen Schatulle und einigen anderen Kinderbüchern, doch davon berichte ich vielleicht ein andermal…

Ich wünsche allen einen schönen 4. Advent – Kerzenscheingrüsse an alle Leserinnen und Leser meiner Zeilen eure

Franziska von Schleyen

 

 

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